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Deimoxys - die wimmelnde Grube
06.09.2011, 22:29
Beitrag: #11
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
"So hast du also kein Wesen und keine Pläne, die du nennen kannst oder willst, hmm..."

Die dunkle, wabernde Form näherte sich dem Netz.

"Und du hast dich mit anderen Göttern befasst... und interessierst dich nun bloß dafür, was meine Interessen und meine Untertanen sind?"

Einige Fäden im Netz änderten ihre Position, so dass eine größere Öffnung entstand. Eine dunstiger Tentakel drang daraus hervor, tastete sich durch die Leere und kräuselte sich dann wie ein Rauchfaden um die Göttin. Gelbe Augen öffneten sich in dem Tentakel und richteten sich auf Meret-Anit.

"Warum kommst du nicht in mein Reich? So können wir uns besser austauschen."
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06.09.2011, 22:44
Beitrag: #12
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
"Deine Geschöpfe blieben im Dunkeln...und ja, die anwesenden Wesen waren...gleichförmig, so dass mich deine Schöpfung interessiert. Meret-Anit blieb, wo sie war.
"Ich habe Ideen, Bilder, die zu weiteren führen, denen ich folgen will. Die sich erst nach und nach entfalten...welche Domänen befiehlst du, Deimoxys? Meine sind die der Magie und die der Zeit."
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07.09.2011, 19:21
Beitrag: #13
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
Der Rauchtentakel flackerte mit einem grünlichen Licht und zog sich dann wieder zurück durch die Öffnung im Netz. Die gelben Augen folgten kurz darauf.

"Meine Geschöpfe..? Oh, aber woher willst du wissen, dass ich Schöpfungen in die Welt gesetzt habe? Ich sprach lediglich von meinem Volk..."

Das düstere Glühen ballte sich jetzt hinter dem Netz zusammen und formte einen Kopf, der eine Idee von Weiblichkeit vermittelte. Er war von einer Masse aus zuckenden vielgelenkigen Gliedern umgeben, die ihn wie eine Mähne umwogten. Über einem lächelnden Mund mit spitzen Zähnen befand sich ein Klumpen aus Augen, in denen sich Meret-Anit vielfach spiegelte.

"Aber du beginnst, mich zu interessieren. Meret. Anit. Sind die Wesen, die dich so nennen, deine Geschöpfe? Und was ist Magie? Meine Domäne kannst du gern erfahren. Sie steht dir offen. Was zögerst du?"

Das abscheuliche Haupt schwebte ein Stück zur Seite um die Öffnung im Netz freizugeben.
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08.09.2011, 07:12 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.09.2011 16:10 von Anath.)
Beitrag: #14
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
Deimoxys schrieb:"Meine Geschöpfe..? Oh, aber woher willst du wissen, dass ich Schöpfungen in die Welt gesetzt habe? Ich sprach lediglich von meinem Volk..."
"Sind dein Volk nicht deine Kinder, von dir erschaffen? Oder bist du eine von vielen, wie jene anderen Götter, die durch den Riss aus der Leere kamen? Die anderen Götter scheinen recht fleissig zu sein...es würde mich wundern, wenn du in dieser interessanten Konstruktion verharren und so gar nichts seit deiner Ankunft getan oder erschaffen hättest..." meinte Meret- Anit.
Zitat:Sind die Wesen, die dich so nennen, deine Geschöpfe? Und was ist Magie?
"Sie sind wie Splitter von mir...Kinder...die sich nun selbst dem Wandel hingeben..es gibt noch andere...aber diese scheinen am nächsten zu sein...", nach einem Moment nachdenklichen Schweigens trat sie durch die Öffnung hindurch. Ihr Blick folgte dem abscheulichen Haupt und wanderte neugierig über die Ebene.
""Du hast nicht beantwortet, welches deine Domänen, deine Interessengebiete oder wie auch immer man das nennen will, sind, großes Wesen mit spitzen Zähnen und vielen Augen. Warum nicht, Deimoxys?"
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08.09.2011, 20:24 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.09.2011 20:24 von Matioki.)
Beitrag: #15
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
Das Netz schloß sich hinter Meret-Anit wieder und die räumliche Orientierung veränderte sich als sie Deimoxys' Ebene betrat. War das Netz eben noch wie ein Gittertor vor ihr war es jetzt als Boden unter ihr.

Um sie herum wölbte sich trichterförmig die wimmelnden Grube. Ein kalter, übelriechender Wind drang aus den brabbelnden, murmelnden und flüsternden Mündern in den Wänden und strich über Meret-Anits Fell.

"Willkommen, kleines silbernes Katzenwesen. Mein Reich ist die Furcht. Vielleicht erkennst du einen Teil davon in dir wieder."

Mit einem kurzen Grollen schlossen sich die Münder und verschwanden. Die Augen um sie herum wuchsen, verhärteten sich und erstarrten zu unregelmäßigen Spiegelbrocken.

Meret-Anit sah tausendfach ihr Ebenbild, aber als eine alte, magere Katzenform aus stumpfem Stein mit Rissen und Kerben. Reglos, leblos, machtlos.

Dann schmolzen die Spiegelbrocken, wurden wieder zu Augen und die Grubenwände nahmen wieder ihre vorige, wimmelnde Form an.

"Mir ist egal, wie du meine Interessen nennen willst oder ob du sie überhaupt benennen musst, solange du sie nicht störst. Aber du darfst gerne zuschauen, wie ich ihnen nachgehe..."

Gedankenverloren spielte sie mit dem winzigen Wurzelzweig, der Teil des Baumhüters gewesen war. Eine lange, glänzende Zunge schoß aus einem ihrer Mäuler und leckte über die Wurzel, hinterließ eine dunkle, klebrige Spur aus Blut.

Die Wurzel zuckte, krümmte sich und quoll auf. Behutsam legte Deimoxys sie in die Mitte ihres Netzes. Blasen bildeten sich auf der Wurzel und eine Art von Schimmel überzog sie. Dann begann sie, zu wachsen... sie wuchterte spiralförmig durch das Netz hindurch, bildete kleine Seitenarme und blasse Dornen, die eine trübe Flüssigkeit absonderten. Adern und Pusteln glühten auf ihr in einem grünlich-gelbem Licht. Als sie den Rand des Netzes und die Wand der Grube erreichte, entwuchs ihrem Ende eine verkrümmte knochige Hand, deren Finger gierig in Richtung der Welt zeigten.
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08.09.2011, 20:58 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.09.2011 21:32 von Anath.)
Beitrag: #16
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
"Willkommen, kleines silbernes Katzenwesen. Mein Reich ist die Furcht. Vielleicht erkennst du einen Teil davon in dir wieder."
"Schämst du dich deines Reiches, dass du es mir erst dann offenbaren kannst, wenn ich aus der Leere zu dir gekommen bin", fragte Meret-Anit mit einem provozierenden Lächeln.
Sie schaute unwillkürlich näher hin, als ihr altes glanzloses Abbild in den unzähligen Spiegeln erschien. Ihre Gestalt veränderte sich kurzfristig in die Gestalt, die dort sichtbar war, und sie drehte und wendete sich - ihre Bewegungen dabei wirkten verlangsamt, als würde sie langsam einfrieren. Sie wirkte dabei nachdenklich und ernst. Dann kehrte sich der Prozess um und sie kehrte wieder zu ihrer ursprünglichen Form zurück.
"Sofern deine Interessen für Wandel, Veränderung, Verfeinerung sorgen, habe ich gegen dein Wirken oder das deiner Schöpfungen nichts einzuwenden...passiv zuschauen gehört allerdings nicht zu meinen Stärken. Möglicherweise könnte es sogar passieren, dass unsere Wege hin und wieder nebeneinander verlaufen", sagte sie ruhig. Sie wirkte noch immer geistesabwesend, während sie Deimoxys'Werk zuschaute.
"Solange dein Wirken kein Leben beendet oder noch schlimmer stagnieren lässt...und du genug Respekt vor meiner Schöpfung erweist, mich zu fragen, ehe du deine ...Finger nach ihr ausstreckst."
Sie betrachtete nachdenklich und mit Ehrfurcht die von Deimoxys veränderte und verzerrte Wurzel, deren bösartige, verderbende Energie und Macht sie spürte.
""Zeigst du mir einige deines Volkes?"
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09.09.2011, 19:59 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.09.2011 20:34 von Matioki.)
Beitrag: #17
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
"Wenn ich mich für mein Reich schämen würde, würde ich dich wohl kaum darin einladen."

Sie hatte inzwischen die Form einer riesigen Spinne angenommen, auf deren Leib mehrere ausdruckslose Gesichter saßen, die im Chor sprachen.

"Ich strebe nach Verfeinerung für mein Volk und ich beführworte Veränderung - wäre alles gleichförmig und vorhersehbar, gäbe es keinen Raum für Furcht. Aber das Vernichten von Leben gehört dazu. Todesangst ist wunderbar köstlich und die, die überleben und Zeuge waren, leben in Angst und Schrecken."

Ihr Leib brodelte, als die Gesichter sich plötzlich gegenseitig auffraßen. Als Meret-Anit nach dem Volk ihrer Gastgeberin fragte, deutete ein Krallenglied aus dem Brodeln heraus kommentarlos auf die Grubenwand.

Dort blähte sich eines der glotzenden Augen enorm auf und zeigte, wie durch einen gesplitterten Zerrspiegel, eine Art großen Kuppelbau. Der Blick fiel aus größerer Höhe hinab durch ein Netz aus Spinnenfäden. Viele Xycnida krochen eifrig auf dem Netz und dem Boden herum - manche brachten etwas herbei, andere schafften blassweiße rundliche Dinge fort.
Sie kamen und gingen durch kreisrunde Tunnel in den Wänden, die mit weiteren Fäden überwoben waren. Dazwischen sah man metallisch glänzende dunkle Flecke und glühende Punkte in verschiedenen Farben.
Jetzt zog eine dunkle Krallenhand ganz nah durch das Bild. Sie hielt etwas Weißleuchtendes. Das Auge platzte mit einem grellen Licht und langsam wuchs ein zischelnder Mund an seiner Stelle.
Spoiler
Klicke hier, um den versteckten Text anzuzeigen.

"Das muss reichen. Es geschehen Dinge auf der Welt, mit denen ich mich näher befassen möchte. Vielleicht können wir das Gespräch ein anderes Mal fortsetzen..."

Im Netz entstand wieder eine größere Öffnung.
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09.09.2011, 20:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.09.2011 21:02 von Anath.)
Beitrag: #18
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
Meret-Anit hörte Deimoxys aufmerksam zu.
"Die Vernichtung des Lebens mag dazugehören...auch das dieser intensive letzte Moment für dich sehr viel...Kost abwirft verstehe ich. Die Endgültigkeit indes stört mich. Alles, was das Wesen noch beeinflusst oder erfunden hätte, ist damit verloren...es kommt mir wie Verschwendung vor."

Meret-Anit schwieg, während sie still und mit wachsender Neugier und ein wenig Befremdung den Wesen in ihren kunstvollen Netzen zuschaute.
"Wärest du bei gegebener Zeit bereit, mir eines oder zwei dieser Wesen zu überlassen...sind diese weißen Dinger ihre Nahrung?" fragte sie fasziniert und blinzelte, als die Sicht verschwand.
Zitat:"Das muss reichen. Es geschehen Dinge auf der Welt, mit denen ich mich näher befassen möchte. Vielleicht können wir das Gespräch ein anderes Mal fortsetzen..."
"Es war und wird mir ein Interesse sein, Deimoxys", sie trat bereits an die Öffnung heran, hielt dann jedoch inne.
"Haben sie Gefühle für ihr Tun...? Wenn nicht, wäre es in deinem Sinne, wenn sie so etwas wie Lust entwickeln könnten? Z.B. an der Jagd oder...an einem geschaffenen Werk? Für ihr Oberhaupt oder...nun, was auch immer ihnen in den Sinn kommt? Leidenschaft kann eine sehr treibende Kraft für Entwickung sein...oder ist dir ihre Furcht lieber?"
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09.09.2011, 21:06
Beitrag: #19
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
"Sie haben alle Gefühle, die sie brrrauchen! Ob ich dir ein paar meine Kinderrr zzssschenke musss ich mir gut überrrlegen,"
grollte und zischte es aus dem Brodeln.

"Wenn ich mir ein bessserrres Bild von dir gemacht habe. Und wenn du gelerrrnt hast, dich nicht an Nichhhtigkeiten zzzu ssstörrrren. Geh jetzzzt!"
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09.09.2011, 21:52 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.09.2011 21:53 von Anath.)
Beitrag: #20
RE: Deimoxys - die wimmelnde Grube
Meret-Anit lächelte knapp und verließ Deimoxys' Ebene durch die geschaffene Öffnung. Es gab viel zu tun...zunächst musste sie sich die Anordnung der Katzenaugen näher betrachten...Gedankenverloren wanderte sie in die Leere und zurück zu ihrer eigenen Ebene.
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